Wie nutzt man Holz als Brennstoff richtig?
Sicherlich ist Holz zu schade, um es in einem herkömmlichen offenen Kamin zu verfeuern. Dies mag zwar romantisch sein, ist aber ökologisch nicht sinnvoll. Die Energieausbeute bei einem Kaminofen (auch "Schwedenofen" genannt) ist da schon bedeutend besser: mit einer Heizleistung von 6 bis 10 kW kann ein Kaminofen schon rund 60-90 m² Wohnraum, je nach Isolierung, beheizen. Nun geschieht jedoch folgendes: da in den meisten Fällen der Kaminofen in einem Wohnzimmer oder Wohnküche mit 25-40 m² steht, ist die Strahlungswärme, die nur schlecht regelbar ist, zu hoch: der Raum wird zu warm. Aufgerissene Fenster und Türen lassen dann die wertvolle Energie ungenutzt verschwinden. Ein weiterer Nachteil: unsere Gas- oder Öl-Zentralheizung liefert uns neben regelbarer Raumtemperatur auch warmes Wasser - und wer möchte schon im 21. Jahrhundert sein Badewasser in Metallkübeln auf dem Herd erwärmen?
Trotzdem gibt es Alternativen, bei dem der Naturfreund nicht auf die Romantik eines prasselnden Holzfeuers verzichten muss: wassergeführte Kamineinsätze und auch Kaminöfen beheizen nicht nur den Raum, sondern geben neben der Strahlungsenergie warmes Wasser an die Zentralheizung und den Brauchwasserspeicher weiter. Mit einem Pufferspeicher kann überschüssige Energie zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden - der Kamin muss also nicht permanent befeuert werden, und über die Heizkörper wird das ganze Haus gleichmäßig beheizt.
Die Einbindung in den geschlossenen Heizkreislauf ist dabei weniger aufwendig, als man zunächst glaubt und ist bei nahezu allen Heizungsanlagen auch nachträglich möglich. Bei Ferienhäusern oder in Verbindung mit einer Solaranlage kann sogar ganz auf einen Öl- oder Gasheizkessel verzichtet werden.